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Verlauf des Gefechtes

 

Am Karfreitag des Jahres 2010 hatten Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf den Auftrag, Sprengfallen (IED) aufzuklären und zu beseitigen. Gegen 13 Uhr Ortszeit wurden die 34 Fallschirmjäger von 30 bis 40 Aufständischen aus dem Hinterhalt heraus mit massivem Beschuss angegriffen. Dabei wurden früh drei Soldaten verwundet. Zwei davon sogar schwer, darunter der Stabsgefreite Robert Hartert. Durch den Kompaniechef wurde Verstärkung angefordert, woraufhin sich eine Reservekompanie aus dem Feldlager Kundus in Bewegung setzte. Mit Aufklärungsdrohnen der Typen Luna und KZO wurde das Gefecht beobachtet, aufgrund fehlender Bewaffnung konnte man aber nicht zur Hilfe kommen. Auch Kampfflugzeuge der US-Streitkräfte befanden sich über dem Gefechtsfeld. Sie konnten aber aufgrund der Gefahr des Eigenbeschusses ebenfalls nicht eingreifen. Die verwundeten deutschen Soldaten wurden von US-Soldaten unter Beschuss gerettet und mit Hubschraubern des Typs Black Hawk in das deutsche Einsatzlazarett in Kundus ausgeflogen. Beim Versuch, sich vom Feind zu lösen, geriet ein Dingo um ca. 14:50 Uhr in eine Sprengfalle. Durch diese wurden vier Fallschirmjäger verwundet (drei davon schwer), darunter auch Hauptfeldwebel Nils Bruns und Hauptgefreiter Martin Augustyniak. Parallel dazu griffen ca. 40 Aufständische um 15:35 Uhr ein nahes Lager der afghanischen Polizei an, dieser Angriff konnte abgewiesen werden. Im weiteren Verlauf des Gefechtes der deutschen Fallschirmjäger mit den Aufständischen wurden vier weitere Soldaten verwundet. Erst nach acht Stunden Gefecht konnte die Reservekompanie die Fallschirmjäger ablösen, welche daraufhin in das Feldlager Kundus zurückkehrten. Dieses wurde gegen 21:50 Uhr erreicht. Im Laufe des Gefechtes wurden durch die Soldaten der Bundeswehr über 25.000 Schuss abgegeben. Im Rahmen der sogenannten Operation Tür wurden die Türen des zerstörten Gefechtsfahrzeuges vom Typ Dingo am 9. September 2011 durch Panzergrenadiere einer Kampfeinheit der Task Force Kunduz III (Ausbildungs- und Schutzbataillon) in Isa Khel geborgen und am Ehrenhain der 2. Infanteriekompanie im Feldlager Kundus aufgestellt.

 

Verluste

 

Hauptfeldwebel Nils Bruns (35 Jahre), Stabsgefreiter Robert Hartert (25) und Hauptgefreiter Martin Augustyniak (28) fielen im Karfreitagsgefecht. Zudem wurden sechs Soldaten der afghanischen Armee in ihren zivilen Fahrzeugen durch Eigenbeschuss eines Schützenpanzers Marder der Reservekompanie getötet, als sie Anhaltesignale der deutschen Soldaten nicht beachteten, welche während des Anmarschs einen weiteren Angriff durch Terroristen fürchteten.

     
                   
             
       
     
                   

 

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